TROJA

 

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Troja (griechisch Troia Tpoia oder Troie Tpoin, auch Ilion, lateinisch Troia, Ilium; türkisch Truva, in den Altertumswissenschaften wird die lateinische Bezeichnung verwendet) ist eine Stadt des Altertums in der Landschaft Troas im Nordwesten der Türkei am Hellespont in der Provinz Çanakkale.

 

Geographie

 

 

 

 

 

Troja befand sich auf dem 15 Meter hohen Siedlungshügel Hisarlik (türkisch: Burghügel) an den Dardanellen und kontrollierte seit der Bronzezeit den Zugang zum Schwarzen Meer. Die Schiffe konnten damals noch nicht gegen den Wind kreuzen, also warteten sie im Hafen der Festung auf günstige Winde. Ihr Wegzoll, Lotsen- und Schutzgebühren brachten der Stadt Reichtum. Berühmtheit erlangte der Ort in der Antike durch die Dichtung Ilias von Homer und den dort beschriebenen sagenhaften Trojanischen Krieg. Noch in der Spätantike wurden der Ort und seine sagenhaften Helden im Römischen Reich hoch verehrt und war der Hügel Ilium weit bekannt. Mit dem Beginn des christlichen Mittelalters geriet Troja in Vergessenheit. Die Existenz und die Lage Trojas ist seit zwei Jahrhunderten eines der umstrittensten Themen in der Archäologie. Gleichwohl unterstützt heute eine Mehrheit der Altertumswissenschaftler die These, dass dieser Ort namens Hisarlik tatsächlich Troja ist und damit auch der Schauplatz des von Homer beschriebenen Trojanischen Krieges. Bei Homer wird der Ort vor allem Ilion oder Ilios genannt.

 

 

Trojanischer Krieg

 

Der Trojanische Krieg ist ein zentrales Ereignis der griechischen Mythologie. Homers Ilias schildert entscheidende Kriegsszenen während der Belagerung der Stadt Troja (Ilion) durch das Heer der Griechen, die in der Ilias Achaier genannt werden. Dabei wird insgesamt allerdings nur von 51 Tagen der zehnjährigen Belagerung berichtet. Andere Ereignisse sind durch andere Epen innerhalb des so genannten epischen Zyklus überliefert.

 

Geschichte des Krieges

 

 

Im griechischen Altertum wurde die Ilias als geschichtlicher Bericht verstanden. Der Krieg, so er denn stattgefunden hat, wird traditionell auf den Zeitraum von 1194 bis 1184 v. Chr., heute allgemeiner auf das 12. oder 13. Jahrhundert v. Chr. datiert. Die Stadt Troja lag bei den Dardanellen. Heinrich Schliemann begann 1871 mit Ausgrabungen am Hügel Hissarlik im Nordwesten der heutigen Türkei und identifizierte die dort von ihm gefundenen Ruinen als das von Homer beschriebene Troja.

 

Der Bezug der damit verbundenen Berichte Homers auf eine einzelne Auseinandersetzung wird von einigen Geschichtsforschern allerdings weiterhin bezweifelt. Sie nehmen an, dass Homers Trojanischer Krieg eine Synthese aus Berichten über verschiedene Auseinandersetzungen zwischen Griechenland und seinen Nachbarn darstellte, deren Anlass die Kontrolle der freien Durchfahrt durch die Dardanellen war. Die herrschende Meinung ist jedoch, dass Homer im Kern einen tatsächlich stattgefundenen Krieg realitätsnah geschildert habe. Die große Schwierigkeit ist dabei seine Datierung: Je weiter er zurückverlegt wird, desto länger werden die dunklen Jahrhunderte, die fund- und quellenlose Zeit, die zwischen ihm und dem durch Hesoid belegten Entstehen des historischen alten Hellas liegen. Verkürzt man sie, so muss wohl eine sich im Unglück der heimkehrenden Griechenkönige widerspiegelnde Revolution interpoliert werden, die aus den mykenischen Adelsherrschaften das Griechenland der Poleis (Stadtherrschaften) geformt haben müsste.

Inhaltliche Hinweise datieren die Ereignisse auf die Bronzezeit oder die Zeit Mykenes, also auf mindestens zehn Jahrhunderte v. Chr., was auch zu den Ergebnissen der Ausgrabungen am Hügel Hissarlik passen könnte. Dort wurden, neben passenden Spuren von Gewalteinwirkung, Hinweise auf ein lebhaftes Handelszentrum, insbesondere vor der Zeit des Trojanischen Krieges, und reiche historische Schätze gefunden. Es ist allerdings trotz intensiver Grabungen weiterhin unklar, welche der mehrfachen Besiedlungen des Hügels das Troja zur Zeit des Trojanischen Krieges darstellt.

 

 

(http://www.anderegg-web.ch/archaeologie/troja.htm)

Die Anführer und die Helden im Trojanischen Krieg

 

Gegen die Stadt Troja zogen in den Krieg:

 

Agamemnon, der Bruder des Menelaos, ist der König von Mykene und war der Sohn des Atreus und der Aerope. Als Oberbefehlshaber der Griechen führte er die griechischen Fürsten gegen Troja.

 

 

 

 

 

 

 

Odysseus ist König des Inselkönigreiches Ithaka an der griechischen Westküste.  Verheiratet ist er mit Penelope, einer spartanischen Prinzessin. Odysseus gilt als der Schlauste der Griechen während des Trojanischen Krieges und war deshalb ein geschätzter Berater des Herrschers Agamemnon. Es ist übrigens Odysseus, der die Idee zum Trojanischen Pferd hatte. Zur Sühne für die Vernichtung Trojas muss er später auf eine zehnjährige Irrfahrt, die Odyssee.

 

Achilles (Achilleus) ist in der griechischen Mythologie der Sohn des Peleus und der göttlichen Thetis. Als Sohn eines sterblichen Vaters und einer göttlichen Mutter war er sterblich. Thetis versuchte aber ihn zumindest unverwundbar zu machen und tauchte ihn in den Styx; die Stelle an der Ferse, an der sie ihn mit der Hand hielt, blieb jedoch vom Wasser des Flusses unbenetzt, Achill an dieser Stelle verwundbar.

 

 

Die Stadt Troja verteidigten:

 

Priamos ist der Herrscher von Troja während des trojanischen Krieges. Er ist verheiratet mit Hekabe. Seine Kinder sind Paris, Kassandra und Hektor. Nach ihm wurde der so genannte Schatz des Priamos benannt, den Heinrich Schliemann 1872 in den Ruinen von Troja bei Ausgrabungen entdeckt hatte.

 

 

 

 

Der Held Hektor ist der wichtigste Held und Beschützer von Troja. Er ist der Sohn des Priamos und der Hekabe. Im Zweikampf mit Achilles stirbt er.